Britten

Der saarländische Ort Britten (Landkreis Merzig-Wadern) im sog. Schwarzwälder Hochwald, bis 1973 eigenständige Gemeinde, ist heute ein Ortsteil der Nachbargemeinde Losheim am See. Britten ist seit 1991 staatlich anerkannter Erholungsort und trägt seit 1997 die Bezeichnung „Naturparkdorf“ im Naturpark Saar-Hunsrück. Entsprechende Hoffnungen für die Zukunft ruhen auch auf der touristischen Attraktivität  des Ortes.

Schon in keltischer Zeit belegen reiche Funde die Besiedlung des Ortes, darunter ein im Rheinischen Landesmuseum Trier aufbewahrter „Gigantenreiter“, der zur Abwehr jeglichen Übels häufig in der Nähe von Villen aufgestellt wurde. Hinweise auf solche Wohnbebauung, aber auch Grabstätten, konnten im 19. und 20. Jh. häufiger dokumentiert werden. Der Verlauf der  alten Römerstraße belegt dies zusätzlich. Urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1228.

Die Steinmetzwerkzeuge im Wappen deuten auf die entsprechenden Tätigkeiten in den nahen Bergwerken und Stollen hin, die sich etwa auch im Wappen des rheinland-pfälzischen Nachbarortes Greimerath finden.

Britten, das seit dem 18. Jh. über eine Schule und seit dem 19. Jh. über eine eigene Pfarrei verfügte, hat diese Zuständigkeiten in den vergangenen Jahren an Losheim übertragen.

Die Gemeinde Losheim hat 2013 entschieden, gemeinsam mit der VSE, den Technischen Werken Losheim und einem privaten Investor Windenergieanlagen auf dem ins rheinland-pfälzische Gebiet hineinragenden Geländesporn Judenkopf zu errichten, was erhebliche Auswirkungen auf die Nachbargemeinde Greimerath hat.